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Kurt Ritter (Widerstandskämpfer)

Kurt Ritter (* 31. Dezember 1909 in Ostramondra; † 28. August 1944 in Brandenburg) war ein deutscher Kommunist und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus. Kurt Ritter, der Sohn eines Maurers, lernte Schumacher, kam nach dem 1. Weltkrieg nach Hohenstein-Ernstthal und arbeitete als Weberlehrling. Ritter war aktives Mitglied in der Arbeitersportbewegung (ATSB). Nach der „Machtergreifung“ durch die Nationalsozialisten schloss er sich der Widerstandsgruppe um Robert Uhrig an und wirkte gleichzeitig zusammen mit Werner Seelenbinder, Ernst Knaack und anderen im Untergrund am Widerstand gegen das NS-Regime mit. 1942 wurde Kurt Ritter von der Gestapo verhaftet und nach zwei Jahren Untersuchungshaft 1944 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt Am 28. August 1944  wurde er im Zuchthaus Brandenburg hingerichtet (enthauptet).

In Berlin erinnert eine Gedenktafel an seinem Wohnhaus in der Matternstraße 16 an ihn. Auf dem Friedhof in der Berliner Boxhagener Straße gibt es ein Ehrengrab für Kurt Ritter. 

Hans Knauth († 1485)

Seit der erstmaligen Erwähnung von Ostramondra um das Jahr 876 gehörte es zur Grafschaft Stolberg in Lehnschaft der Herzöge von Sachsen. Die Grafen von Stolberg belehnten Hans Knauth 1461 mit dem Rittergut und dem Ort Ostramondra. Die adlige Familie Knauth hatte bis 1670 den Ort im Lehnsbesitz. 

Georg Friedrich Kaufmann (1679–1735)

Georg Friedrich Kaufmann wurde am 14. Februar 1679 in Ostramondra geboren. Er studierte Musik bei Buttstett in Erfurt, dann bei Johann Friedrich Alberti in Merseburg.
Hauptsächlich war er Orgelcomponist. Das einzige von ihm veröffentlichte Werk ist die „Harmonische Seelen Luft Musicalischer Gönner und Freunde“. Es erschien von 1733 an in Kupfer gestochen in einzelnen Querfolioheften und ist dem Herzog Heinrich zu Sachsen gewidmet. Georg Friedrich Kaufmann starb im März 1735.Seine Musik wird heute noch gespielt Hören Sie hier eine Kostprobe.

Rudolf von Bünau (1659-1709)

Am 27.07.1659 wurde Rudolph von Bünau geboren. Wie die meisten adligen, die für eine Offizierslaufbahn vorgesehen waren, musste auch Rudolph schon im Kindesalter in die Armee eintreten. Er wählte, wie schon einige aus der Familie Bünau vor und nach ihm, den sächsischen Militärdienst. Bünau erwirbt später Besitztümer um Weimar und Rossbach und nennt sich Herr zu Rossbach, Harras, Ostramondra und Roldisleben. Zu einem nicht bekannten Zeitpunkt heiratet er Sophia Elisabeth von Kerckers. Aus dieser Ehe gehen zwei Kinder hervor. Um 1695 tritt er in die Dienste der Herzöge von Sachsen-Weißenfels. Er übernimmt den Oberbefehl über die im Schloss stationierten militärischen Einheiten, wie die „Schweizer Garde“ und Garde du Corps. In diese Zeit fällt seine Ernennung zum Festungskommandanten und Amtshauptmann zu Heldrungen. Nach den Gründungsverhandlungen zwischen dem Kurfürsten Friedrich August I. von Sachsen und dem Herzog Johann Georg von Sachsen-Weißenfels zur Aufstellung eines neuen Infanterieregiments, wird  Oberst Rudolph von Bünau mit der praktischen Umsetzung beauftragt und wird  bis zu seinem Tod  erster Kommandant des Regiments. Während der militärischen Auseinandersetzungen im Spanischen Erbfolgekrieg (1701-1712) wird Bünau, bei einem Gefecht bei Brüssel am 08.11.1709 tödlich verwundet. Seine Beisetzung fand in der Kirche von Ostramondra  statt.

Quelle:nbsp]http://www.weissenfels1745.de/regimentsgeschichte.htm

Hans Rudolf von Bischoffwerder (1741- 1803)

Hans Rudolf von Bischoffwerder (* 13. November 1741 in Ostramondra; † 30. oder 31. Oktober 1803 in Marquardt bei Potsdam) stammte aus einer sächsischen Adelsfamilie. Sein Vater war der gleichnamige kursächsische Rittmeister Hans Rudolf von Bischoffwerder. Durch dessen Ehefrau, Henriette Wilhelmine von Bünau, gelangte das Rittergut Ostramondra in den Besitz der Familie von Bischoffwerder.
Hans Rudolf studierte ab 1756 Rechtswissenschaften an der Universität Halle. In der Folgezeit wechselte wiederholt seinen Dienstherrn zwischen Preußen und Sachsen.
Als Ritter Eques a grypho (lat.: Ritter vom Greifen) wurde er zu einer der führenden Persönlichkeiten der"Strikten Observanz" in Sachsen.
1778 trat er wieder in preußische Dienste und kam in die Umgebung des Prinzen von Preußen, dem späteren Königs Friedrich Wilhelm II., dessen unbedingtes Vertrauen er erlangte.
Nach dessen Thronbesteigung 1786 wurde Bischoffwerder 1789 Generaladjutant des Königs und 1791 Generalmajor. Als vertrauter Berater hatte er großen Einfluss auf die preußische Politik.
Nach Friedrich Wilhelms II. Tod 1797 ward er 1798 verabschiedet und pensioniert. Er starb am 30. oder 31. Oktober 1803.

Dedo von Krosigk (1856-1924)

Nach der Familie Knauth folgten als Besitzer von Schloss und Rittergut in Ostramondra die Grafen von Beichlingen, die Familien von Bünau, von Bischoffwerder und von Krosigk. Karl-Dedo von Krosigk (1856-1924) war Gutsherr, Königlich-Preußischer Generalmajor und Rechtsritter des Johanniterordens.  Dedo von Krosigk und dessen Schwester Elisabeth wurden 1945 entschädigungslos enteignet.