St. Bonifatiuskirche/Rettgenstedt

Das Kirchenschiff der Sankt Bonifatius Kirche im ehemaligen Ortsteil Rettgenstedt wurde wahrscheinlich im Jahre 1576 erbaut. Nach den Aufzeichnungen in der Chronik von Rettgenstedt hat die Gemeine bereits viel früher eine eigene Kirche besessen. 

Es heißt dort:

Rett­genstedt hat, wie bereits erwähnt, frühzeitig ein eigenes Gotteshaus in einer Bonifatiuskapelle erhalten, die später, jedenfalls vor 1300, durch eine Pfarrkirche ersetzt worden ist. 1313 wird als Pfarrer in Rettingstete Albert v. Witterda urkundlich genannt. Diese alte Kirche ist durch irgend eine Ursache zerstört worden. Ein jüngeres Kirchengebäude wurde 1798 durch Blitz­schlag vernichtet. Die jetzige Kirche wurde auf deren Grundmauern noch 1798 wieder aufge­baut. Sie ist 1925 und 1935 gründlich instandgesetzt worden.

Und an anderer Stelle: schreibt der Chronist im Jahre 1798:

 

...den 10. August dieses Jahres ereignete sich gegen 4 Uhr nachmittags ein schweres Gewitter, und kamen 2 oder 3 Gewitter hier zusammen und eschahen 2 Donnerschläge. Der erste kam nicht in das Dorf, der andere aber war gar ein entsetzlicher Schlag und schlug in hiesigen Kirchturm oben neben der Saigerglocke herein, und hat die Kirchfahne herunter geschmissen, den ganzen Turm gegen Morgen auseinander geschlagen, durch die Böden geschlagen, den Altar und was darauf und daran war zerschnüssen, fast alle Fenster herausgeschmissen die Orgel und das Gehäuse daran zugeschüttet und etliche Stücke sind hinweggesprungen und niemand hat sie gefunden. Und sobald der Donnerschlag geschah, brannte das Feuer gleich eine Elle hoch über der Saigerglocke herüber. Weil aber gleich Hülfe geschah, durch Johann Michael Bechstedten und Consorten, welche sich hinauf gewaget, das Feuer auszugießen, wurde es mit Hilfe Gottes getilget.......